Andrew Ramer: Zum selben Stamm gehören

2 Flutes Playing Andrew Ramer

Andrew Ramer ist Dichter, Schriftsteller und Maggid (eine Art jüdischer Wanderprediger). Er wurde in New York geboren und lebt heute in San Francisco (Kalifornien), wo er aktives Mitglied einer LGBTQ-Synagoge und spiritueller Berater einer Mennonitengemeinde ist. Er lehrt Jüdische Studien und Soziale Gerechtigkeit an einer Jesuitischen Universität.

Spiritualität und besonders schwule Spiritualität ist ein wesentlicher Teil seines Lebens. So war er an mehreren Gemeinschaften wie zum Beispiel der „Gay Spirit Visions Conference“ in Nordkalifornien und dem „New York Healing Circle“ aktiv beteiligt.

Einige Jahre lang schrieb er eine Kolumne über spirituelle Praxis für das „White Crane Journal“ und hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht (Romane, Bücher über Engel, homoerotische Anthologien und Kurzgeschichten).

Über sich selbst schreibt er: „Aus meinem Werk lässt sich ein Spektrum von Stimmen herauslesen, von denen manche mir gehören, manche jedoch übertragen wurden, ein Wort, das ich dem Begriff ‘kanalisiert´ vorziehe“.

Sein bekanntestes Buch ist Two Flutes Playing (Lethe Press, 2005). Darin überdenkt und betont er die Bedeutung der Mythologie für schwule Männer sowie die Realität der Existenz des schwulen Stammes als eine einzigartige Gruppe von männerliebenden Männern, die dabei ist, ihren Platz in der Geschichte und heutigen Gesellschaft zurückzuerobern.

Zu seinem Buch sagt Andrew Ramer: “(…) Ich möchte hier über die Heiligen und Helden schwuler Stämme sprechen. Denn dies ist ein Zeitraum in der Geschichte der Menschheit, der im Lauf der Zeit verloren gegangen ist und der unbedingt wieder ins Gedächtnis gerufen werden muss. Denn die Helden der anderen Stämme sind bekannt. Aber an diesen kleinen, ehrwürdigen Stamm, dessen Geschichte verschleiert wurde, erinnert sich niemand”.

Andrew Ramer ist einer der schwulen Schriftsteller und Intellektuellen, die in Mark Thompsons Buch Gay Soul: Finding the Heart of Gay Spirit and Nature (Harper, San Francisco, 1994) porträtiert und interviewt werden.

Andrew Ramer im Internet: http://www.andrewramer.com.