Berge und Achtsamkeit

man meditating

Nach meiner Rückkehr vor ein paar Tagen aus „The Mountain“ in North Carolina, tief verborgen in den Appalachian Mountains, ist das Bild eines Bergs in meinen Gedanken sehr präsent. Ich musste daran denken, wie wichtig die Vorstellung davon in der Achtsamkeit und MBSR ist.

Bei der Sitzmeditation im Schneidersitz auf dem Boden oder auf einem Stuhl verwenden wir das Bild eines Bergs, der majestätisch und würdevoll emporragt, so wie wir aufrecht in einer würdevollen Haltung sitzen, und uns unserer Atmung bewusst sind, verankert, bewegungslos, das Geschehen um uns herum nicht wahrnehmend. So wie Jon Kabat-Zinn sagt: “Wenn wir bei unserer Meditation zum Berg werden, können wir seine Stärke und Stabilität übernehmen und uns zu eigen machen.” (Wherever you go, there you are: Mindfulness meditation in everyday life. New York: Hyperion, 199).

Ebenso verwenden wir den Vergleich mit einem Berg, wenn wir Achtsames Yoga praktizieren. Wenn wir mit unseren Füßen schulterbreit auseinander dastehen, mit unseren Armen parallel zum Körper. Mit aufrechter Wirbelsäule, in würdevoller Haltung, lenken wir unser Bewusstsein auf die Verbindung mit dem Boden. Mit den Füßen fest auf dem Boden, verbunden, stabil und voller Kraft, wie ein Berg, der aus der Erde in die Höhe ragt. Immer wieder kommen wir beim Achtsamen Yoga darauf zurück. Wir wissen, dass wir diese Haltung jederzeit immer wieder einnehmen können, was immer wir gerade tun, wo immer wir gerade sind. Wir fühlen uns sicher, verbunden, verwurzelt, im Hier und Jetzt.

Wir männerliebenden Männer sollten uns von Bergen inspirieren lassen, wenn wir Achtsamkeit praktizieren. Sie sollten in unserer Vorstellungskraft, in unserem Geist und in unserem Körper sein.