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Sitting Meditation oder Sitzmeditation

 

Sitting meditation mindfulness

Zeit für sich selbst zu finden…

Was für eine schwierige Angelegenheit in dieser hektischen Welt, in der wir leben…

Wir alle haben ein wenig Zeit für uns verdient. Eine Zeit, in der uns nichts stören kann. Ohne Telefon, ohne Unterbrechungen, einfach nur wir…

Doch das ist nicht einfach. Es gibt immer etwas zu tun. Die Strömung, in der wir schwimmen, reißt uns mit…

Um regelmäßig zu meditieren, sind Verpflichtung, Anstrengung und Disziplin erforderlich.

Zu Beginn können fünf Minuten genug sein. Fünf Minuten für den Anfang.

Wir können uns drinnen oder draußen hinsetzen, auf den Boden, auf ein Kissen oder einen Stuhl.

Aufrecht sitzen. In einer würdigen Haltung.

Die Hände können wir in den Schoß, auf die Oberschenkel oder dorthin legen, wo es sich für uns am Besten anfühlt.

Wir beginnen damit, unsere Aufmerksamkeit auf unsere Atmung zu lenken. Wir atmen ein und wir atmen aus. Wir fühlen, wie sich unser Bauch beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen zusammenzieht.

Sonst gibt es nichts, nur die Atmung. Die Luft, die ein- und austritt.

Währenddessen versuchen alle möglichen Gedanken unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Gedanken, Gefühle, Empfindungen… Das ist alles in Ordnung… Keine Schuldgefühle, keine Urteile. Wir bemerken einfach, was geschieht und wenden uns wieder der Atmung zu.

Und wieder beginnt unser Geist abzudriften… Wir registrieren dies einfach und lenken unsere Aufmerksamkeit wieder auf die Atmung.

Es ist kein Kampf, kein Wettbewerb mit uns selbst oder mit den anderen.

Es ist ein Zusammentreffen mit dem Hier und Jetzt, mit dem gegenwärtigen Augenblick, mit jedem von uns.

Plötzlich merken wir, dass die Zeit abgelaufen ist. Wir können das Gefühl haben, dass die Gedanken die ganze Weile über abgedriftet sind, dass wir es nicht richtig gemacht haben, dass etwas schief gegangen ist, das wir dafür nicht taugen.

Wir können uns entmutigt, ernüchtert oder enttäuscht fühlen.

Keine Erwartungen hegen, einfach fließen lassen, vertrauen, die Erfahrung erleben… Was immer es ist, wo auch immer es uns hinführt…

So wie Jon Kabat-Zinn sagt: “Probiere es ein paar Jahre aus und schau, was passiert.“

Stressbewältigung durch Achtsamkeit: MBSR (Mindfulness-based Stress Reduction)

MSBR Mindfulness

Möglicherweise ist dir der Begriff MBSR inzwischen bereits vertraut. Er ist die Abkürzung für Mindfulness-based Stress Reduction, zu Deutsch Stressbewältigung durch Achtsamkeit.

Wie du sicher auch schon weißt, wurde MBSR von Jon Kabat-Zinn in den siebziger Jahren entwickelt. Auf der Grundlage buddhistischer Meditationsprinzipien gestaltet, ist die wesentliche Zielsetzung des 8-wöchigen Kurses, Stress abzubauen und dir zu zeigen, wie du in deinem Leben jederzeit achtsam sein kannst.

Die wichtigsten der im Kurs verwendeten Meditationspraktiken sind die Sitzmeditation (Sitting Meditation), der Body Scan, die Gehmeditation (Walking Meditation) und Achtsames Yoga (Mindful Yoga), auch als Achtsamkeit in Bewegung (Mindful Movements) bekannt.

Dies sind die einzelnen Varianten dessen, was als formelle Meditationspraxis bezeichnet wird. Bei allen von ihnen ist zumindest am Anfang der wichtigste Anker bzw. das wesentliche Aufmerksamkeitsobjekt die Atmung. Jon Kabat-Zinn sagt: „Probiere es ein paar Jahre lang aus und schau, was passiert.“

MBSR umfasst auch informelle Praktiken. Das bedeutet die Anwendung von Achtsamkeit auf unterschiedliche alltägliche Aktivitäten wie zum Beispiel Essen, Zähneputzen oder Abwaschen.

Die einzelnen Sitzungen werden zu Hause durch das Anhören von Meditations-CDs und das Lesen von Textmaterial die Woche über ergänzt.

Darüber hinaus wird bei der Bildung einer Gruppe zu Kursbeginn eine Verpflichtung und Verbindung unter allen Teilnehmern geschaffen.

Diese Verbindung zwischen Kursleiter und Teilnehmern sowie der Teilnehmer untereinander entwickelt sich und wächst im Laufe des Kurses, vergleichbar mit einer Patchwork-Decke, an der alle Kursteilnehmer einschließlich des Kursleiters gemeinsam arbeiten.

Die Verpflichtung, an allen Stunden teilzunehmen, wirkt sich sowohl zugunsten des Teilnehmers selbst als auch zugunsten der anderen Teilnehmer aus. Die gleiche Verpflichtung geht über jede Sitzung hinaus, wenn die restliche Woche über zu Hause die praktischen Übungen gemacht werden.

Dass uns vor der Teilnahme an einem MBSR-Kurs Zweifel durch den Kopf gehen, ist ganz normal.

Wir könnten uns zum Beispiel fragen: Muss ich Erfahrung in Meditation haben? Nein, überhaupt nicht. Es geht weder darum, perfekt zu sein, noch darum, gegen sich selbst oder andere in Wettstreit zu treten. Das ist so einfach wie sich auf die Atmung zu konzentrieren und bei jeder Ablenkung zu ihr zurückzufinden. Es geht darum, so etwas Vertrautes wie die Atmung wieder zu entdecken, etwas, das uns seit unserer Geburt begleitet und bei uns sein wird, bis wir diese Welt verlassen, dessen Existenz uns jedoch oftmals nicht bewusst ist.

Eine andere Frage könnte sein: Muss ich Yoga-Erfahrung haben, um Achtsames Yoga oder Mindful Movements machen zu können? Nein, das ist nicht notwendig. Beim Achtsamen Yoga geht es darum, uns unseres Körpers bewusst zu sein, wenn er sich bewegt, was so einfach sein kann wie die Brauen hoch zu ziehen oder die Füße zu bewegen.

Weitere Fragen: Welchen Nutzen kann ich aus dem Kurs ziehen? Du wirst Stress besser begreifen und ihn besser bewältigen können. Und darüber hinaus lernen, dich mit Gedanken, Gefühlen und Empfindungen gewandter auseinander zu setzen.